Die aus Mainz stammende und bis zu ihrem Umzug nach Sachsen im Herbst 2024 im Rhein-Main-Gebiet umtriebige Giulia Hahn wurde in Chemnitz festgenommen. Die zuständigen Behörden befürchteten, dass sie im Rahmen der Feierlichkeiten zur „Kulturhauptstadt Europas“ Gewalttaten verüben könnte. Die 23-Jährige hatte im Netz mit Waffen posiert und aus ihrer Gewaltaffinität keinen Hehl gemacht. Bei einer Durchsuchung im Dezember wurde u.a. auch ein Kalender mit Ehrenbekundungen für rechtsterroristische Attentäter gefunden, in Chatnachrichten bekundete sie ihren Wunsch danach zu wissen, „wie es sich anfühlt, einen Menschen zu töten“.
2024 bewegte sich Giulia Hahn unter dem Namen „Eva“ im verschwörungsideologische Milieu und besuchte neonazistische Veranstaltungen, so etwa das geschichtsrevisionistische Nazi-Gedenken in Bretzenheim bei Mainz. Auch bei Veranstaltungen der AfD in Mainz-Weisenau war sie zugegen. Daneben störte sie gezielt linke Veranstaltungen und trat so auch in Wiesbaden in Erscheinung. Früher war sie insbesondere als TikTokerin bekannt, die sich im Drogenmilieu Frankfurts umtrieb oder für bloßen Content in die kriegserschütterte Ukraine reiste.
Einen umfassenden Artikel zu Giulia Hahn und ihrem Werdegang bietet der Artikel Das vorläufige Ende von »Eva« von Rhein-Main Rechtsaußen.
Presseartikel: